Wussten Sie eigentlich …


... dass wir jedes Jahr an Allerseelen die Angehörigen aller verstorbenen Gemeindemitglieder zu einem besonderen Gottesdienst einladen?


Etwa 120 Mitglieder unserer drei Gemeinden versterben jedes Jahr. Meistens werden sie durch einen von uns Seelsorgern auf einem Friedhof in Düsseldorf bestattet. Normalerweise gehört dazu ein kurzer Gottesdienst in einer Friedhofskapelle. Manchmal feiern wir diesen Gottesdienst auch in einer unserer Kirchen – mit dem Sarg des Verstorbenen in unserer Mitte. Das ist ein schöner Brauch, der in der Stadt selten geworden ist. So können die Angehörigen vielleicht besonders intensiv erfahren, dass wir Abschied nehmen im Glauben an die Auferstehung, der in der Kirche und von der Gemeinde dort immer wieder gefeiert wird. Manche Verstorbenen waren zu Lebzeiten selbst regelmäßig dabei.

Danach begleiten wir die Urne oder den Sarg zum Grab. Dieser letzte Abschied ist für den Prozess der Trauer sehr wichtig. Wir übergeben den toten Menschen und auch uns selbst der ewigen Liebe Gottes.


Der Trauerprozess kann unterschiedlich lange dauern. Jedenfalls durchlebt er verschiedene Phasen. Unterstützt wird dieser Prozess sicher auch von Etappen, die wir als Gemeinde mit den Angehörigen im Gottesdienst begehen: Sechswochenamt, Jahrgedächtnis.


Und an Allerseelen kommen wir zusammen und stellen das Gedenken an liebe Verstorbene einmal ganz besonders in den Mittelpunkt. Viele Angehörigen gehen an diesem Tag ganz bewusst auf den Friedhof und denken an ihre Toten. Der Gottesdienst, zu dem eine größere Anzahl von Trauernden unserer Einladung folgen, greift deren Trauer noch einmal bewusst auf. Allgemein, indem wir Trauer und Auferstehungshoffnung beim Namen nennen und mit dem Gedächtnis an die Auferstehung Christi in der Eucharistie verbinden. Und sehr persönlich, wenn wir für jeden Verstorbenen eine namentlich beschriftete Kerze entzünden und die Namen der Toten des vergangenen Jahres einzeln nennen. Die anschließenden Gespräche, die wir mit Trauerfamilien haben, zeigen, wie sehr wir alle auf gute Unterstützung angewiesen sind, wenn ein geliebter Mensch stirbt. 


Selbstverständlich sind auch alle Gemeindemitglieder zum Allerseelengottesdienst eingeladen, um Verstorbener zu gedenken, die schon länger tot sind, aber nicht vergessen. Und um die Trauer der anderen mitzutragen.


Pastor Ansgar Steinke

Wussten Sie eigentlich ...


... dass wir allen neuzugezogenen Gemeindemitgliedern (jährlich etwa 1500) nicht nur einen Brief und unsere Imagebroschüre „Miteinander“ schicken, um sie willkommen zu heißen, sondern dass wir sie auch einmal im Jahr zu einem Begrüßungstreffen in unsere drei Kirchen einladen, um persönlich mit ihnen in Kontakt zu kommen? 


Diese drei Treffen haben am 7. und 8. September gerade wieder stattgefunden. Etwa 45 Erwachsene und Kinder sind der Einladung in ihre jeweilige Pfarrkirche gefolgt. Alle drei Treffen waren – wieder – beeindruckend schön. Wir hatten sehr nette Begegnungen, es gab viele intensive und bereichernde Gespräche, die wir Seelsorger und Mitglieder der drei Gemeindeausschüsse als Gastgeber wirklich genossen haben – und unsere neuen Gemeindemitglieder, wie wir immer wieder hörten, ebenfalls.


Seit einigen Jahren läuft es so: In St. Paulus laden wir zu einer lockeren Führung und einem kurzen Segensgebet in die Pauluskirche ein. Anschließend geht es zum Brunch, bei gutem Wetter in den Pfarrgarten, in diesem Jahr in die Sakristei.  In St. Elisabeth laden wir in die Sonntagsmesse ein und begrüßen die Neuen am Ende mit allen Gottesdienstteilnehmern am Taufbecken und beim anschließenden Kirchencafé. Und in Liebfrauen gibt es eine kurze Kirchenführung mit einem Segensgebet, und anschließend stoßen die Neumitglieder der Gemeinde zum Sommercafé dazu und mischen sich bei Kaffee und Kuchen unter die dort versammelten Gemeindemitglieder. Zu jedem dieser Treffen gehört, dass alle, die unserer Einladung gefolgt sind, ein gesegnetes, modern gestaltetes Schieferkreuz für ihre Wohnung geschenkt bekommen.


Immer wieder wurde uns gesagt, dass diese Einladung und die Treffen zur Begrüßung als nicht selbstverständliche, besonders herzliche Geste empfunden werden. Und immer wieder passiert es, dass wir nach diesen Treffen einzelne „neue Gesichter“ hier und da wieder treffen: in einem Gottesdienst, in der Bücherei, auf der Straße oder beim Einkaufen im Stadtteil. Und wir kennen uns und begrüßen uns – ein Stück Heimat!


Pastor Ansgar Steinke