Kontakt halten!

Videobotschaft von Pfarrer Ansgar Steinke

 

 

Musik genießen!

Christian Masur, Seelsorgebereichskirchenmusiker, spielt in dieser Woche in der Pauluskirche die

Fanfare von Jacques-Nicolas Lemmens (1823-1881), belgischer Komponist und Organist

Aktuelles

Das Heilige Land braucht unsere Hilfe
05.04.2020 - Überweisung statt Klingelbeutel
"Miteinander" Service
28.03.2020 - Wenn sie etwas tun möchten ...

Pfarrbrief Miteinander

Unser Pfarrbrief erscheint wöchentlich und liegt in unseren Kirchen und Einrichtungen aus.

Schott Tagesliturgie

Von Palmsonntag bis Ostern

Ihnen allen einen ganz herzlichen Gruß zum Palmsonntag!


Wie gesagt, wir leben noch und mehr: wir sind lebendig. Das ist ganz deutlich zu spüren in den vielen Begegnungen auf der Straße, im Vorraum der Kirche und am Telefon. Es ist bei aller räumlichen Distanz viel Nähe und Zuwendung spürbar, in den Familien und weit darüber hinaus. Deshalb haben wir wohl auch aktuell kaum Bitten um Hilfe beim Einkaufen oder anderen Dingen, weil - wie schön! – die Nachbarschaftshilfe ganz toll funktioniert!

 

Jetzt beginnt die Karwoche und wir wissen: miteinander als Gemeinde in unseren Kirchen können wir weder Karfreitag noch Ostern feiern. Mit kleinen Zeichen möchten wir Sie aber dennoch durch diese Tage begleiten.


Am Palmsonntag werden Sie in unseren Kirchen gesegnete Palmzweige zum Mitnehmen finden.
Ab Karsamstag finden Sie an der gleichen Stelle die kleinen Osternachtskerzen, die Sie dann am Ostersonntag anzünden können.


Für Ostern haben wir für Sie außerdem einen „Stay-home-Gottesdienst“ vorbereitet. Wir möchten Sie ganz herzlich einladen, sich um die Osterkerze zu versammeln und zu beten und zu singen und sich an der Osterbotschaft des Evangeliums zu freuen. Den Gottesdienst finden Sie im nächsten Miteinander und als PDF auf unserer Internetseite.


Das Ostermiteinander wird ab Karfreitag in unseren Kirchen ausliegen.
Bitte denken Sie bei all dem wieder auch an Nachbarn und Bekannte, die in diesen Tagen nicht unterwegs sein können und bringen Sie Ihnen diese Zeichen der Nähe mit!

 

Mit allen guten Wünschen von unserem Seelsorgeteam
Susanne Körber, Pastoralreferentin

Aktuelles
Aktuelle Informationen über den Stand der Dinge in unseren Gemeinden erhalten sie in unserem wöchentlichen Miteinander, auf unserer Internetseite, durch unseren Newsletter (hierzu s.u.) – und per Telefon oder E-Mail in unseren Pfarrbüros.


Beerdigungen
finden nach Anordnung durch die Stadt nur ab Kapelle statt. Stille Messen für unsere Verstorbenen feiern wir im kleinsten Kreis einmal in der Woche.


Büchereien
Die Büchereien in Liebfrauen und Paulus bleiben geschlossen.


Düsselferien (betrifft auch Kinderzeltstadt Flingerntal)
Für die Kartenvorverkäufe wird ein Nachholtermin bekanntgegeben


Erstkommunionfeiern
Die feierlichen Erstkommunionmessen fallen aus; die Familien werden weiter von uns informiert.


Fastenzeitprojekt
„ALMOSEN-BETEN-FASTEN“ – unser aktuelles Fastenzeitprojekt ist nun leider auch stark eingeschränkt.
Alle, die am 1. Fastensonntag ihren Brief mit dem Fastenvorsatz abgegeben haben, werden wie angekündigt in der Woche vor Ostern Post von uns bekommen.
Die Predigtgespräche am Mittwoch müssen natürlich ausfallen. Auch deshalb stellen wir Ihnen mit dem Miteinander das Sonntagsevangelium mit Impuls und Gebet zur Verfügung: machen Sie den Sonntag bewusst zum Sonntag und nehmen Sie sich Zeit, den Text zu lesen und zu bedenken.
Für unser Misereor-Projekt im Kongo bleibt nun hauptsächlich die Möglichkeit der Überweisung auf das Konto des Kirchengemeindeverbandes 
Flingern/Düsseltal DE53 3005 0110 0040 0121 48, Betreff: Misereor-Projekt P64123 Kongo; in der Pauluskirche wird darüber hinaus hinter dem Gitter ein besonders gekennzeichneter Opferstock stehen für Ihren Beitrag.

 

Glockenläuten

Unsere Glocken läuten derzeit nicht vor den Gottesdiensten, sondern laden zum Angelus („Engel des Herrn“ – dem dreimaligen „Gegrüßet seist du, Maria“) morgens, mittags und abends ein. Außerdem läuten sie täglich um 19.30 Uhr in der ganzen Stadt als Zeichen für das Gebet um den Segen Gottes in der Corona-Krise.

Am Ostersonntag gibt es um 9.30 Uhr ein ökumenisches Festgeläut aller evangelischen und katholischen Kirchen der Stadt


Internetseite
Die gleichen Informationen wie im Miteinander finden Sie auch auf unserer Internetseite (www.katholisches-flingern-duesseltal.de). Dort gibt es das Miteinander als PDF und weitere Links.


Kirchen
Die Vorräume unserer Kirchen bleiben, wie sonst auch, tagsüber zum Gebet geöffnet. Dort wird auch weiter jeden Freitag das jeweils aktuelle Miteinander in gedruckter Form ausgelegt.


Kitas
Unsere Kitas sind für den Notbetrieb geöffnet.


Krankensalbung
Pfarrer Dr. Ansgar Steinke, Telefon 67002-13 
Pfarrvikar Benedikt Bünnagel, Telefon 67002-12


Messen
Alle öffentlichen Messen fallen aus - auch die Messe am Donnerstag im Herz-Jesu-Altenzentrum.
In kleinstem Kreis werden wir weiter stille Werktagsmessen mit Gedenken für die Verstorbenen feiern sowie eine stille Sonntagsmesse für die Gemeinde.


Miteinander
Das „Miteinander“ wird weiter wöchentlich erscheinen; es enthält aktuelle Informationen zur Lage und den Text des Sonntagsevangeliums mit Impuls und Gebet. Es wird weiter in den Kirchen in der gedruckten Form ausliegen.

 

Musik
Außer einer Videobotschaft wird es jede Woche einen musikalischen Gruß unseres Kirchenmusikers Christian Masur geben, den Sie auf unserer Homepage anhören können. Viel Freude dabei.


Newsletter
Darüber hinaus werden wir unseren Newsletter mit Aktualisierungen und dem aktuellen Miteinander versenden. Bitte melden Sie sich unter info@katholisches-flingern-duesseltal.de oder über unsere Internetseite dazu an. Ihre Emailadresse wird nur für den Newsletter genutzt!


Nothilfen
Wenn Sie Hilfe und Unterstützung brauchen, zum Beispiel für Einkäufe, bitte melden Sie sich gerne in unseren Büros.

 

Palmsonntag und Ostern

Alle öffentlichen Gottesdienste fallen bis 19.4. einschließlich aus, also auch in der Heiligen Woche ab Palmsonntag bis einschließlich Ostern. Wir werden am Palmsonntag geweihte Palmzweige und ab Karsamstag kleine Osterkerzen in den Vorräumen unserer Kirchen zum Mitnehmen und zum Weiterreichen bereitstellen.

Die Gottesdienste der Heiligen Woche wird unser Erzbischof (unter Ausschluss der Öffentlichkeit) im Kölner Dom feiern. Sie werden über einen Livestream von Domradio.de übertragen.


Pfarrbüros
Die Pfarrbüros sind weitgehend besetzt; bitte nehmen Sie  den Kontakt möglichst nur telefonisch oder per Email auf! Alle Kontaktdaten finden Sie unter Pfarrbüros.


Taufen
Die bis zum 19. April verabredeten Taufen haben wir verschoben. Neue Termine werden unkompliziert bestimmt, sobald sich die Lage gebessert hat. Neue Taufanmeldungen werden wir zunächst bis Ende April nicht annehmen.


Trauungen
Im Sommer sollen einige kirchliche Hochzeiten in unseren Kirchen stattfinden. Hierüber bleiben die Seelsorger mit den Paaren in Kontakt. 


Videobotschaft
Jeden Freitag wird es auf unserer Internetseite eine kurze Videobotschaft der Seelsorger geben – Neuland für uns – wir sind selber gespannt!


Wir halten Kontakt!
In diesen Zeiten ist es besonders wichtig, dass wir, so gut es möglich ist, in Kontakt bleiben. Dafür nutzen wir verschiedene Wege: das wöchentliche Miteinander, unsere Internetseite, den Newsletter, unsere wöchentliche Videobotschaft – und Telefon und E-Mail.

 

Zeitliche Perspektive
Derzeit gelten diese Regelungen bis Sonntag, 19. April einschließlich. Mit einer Verlängerung ist zu rechnen. Wir halten Sie auf dem Laufenden über Veränderungen oder Verlängerungen.

Palmsonntag: Matthäus 21,1-11

1Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger voraus 2und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los, und bringt sie zu mir! 3Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.
4Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: 5Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers. 6Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte. 7Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf.
8Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. 9Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!
10Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte: Wer ist das? 11Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

Exit-Strategie. Zum Einzug Jesu in Jerusalem am Palmsonntag
Wie lange ist es eigentlich schon her, dass wir nicht mit mehr als zwei Personen zusammen draußen sein sollen? Und wie lange schon dürfen wir unsere Eltern nicht mehr im Pflegeheim besuchen? Seit wann stehen wir Schlange, bevor wir einzeln in den Supermarkt dürfen?
Oder: Wie lange noch halte ich es durch, meine Freunde nicht mehr zu treffen, sondern nur mit ihnen zu telefonieren, skypen oder whatsappen? Wie lange kann man auf engem Raum so viel zusammen sein? Wie lange reicht das Geld der Firma, die mich bezahlt, wenn kein Betrieb möglich ist? Wie lange hält man in medizinischen Berufen durch, wenn kein Ende der Epedemie in Sicht ist? 
Wie lange schon – wie lange noch …? Ich erinnere mich an Kinderfragen auf Reisen: Wie weit ist es noch?
Mich hat sehr überrascht, dass schon drei Tage nach Inkrafttreten der Regeln zur Kontaktbeschränkung (Sie erinnern sich: Nach der Schaltkonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten am vorletzten Sonntag), als wir damit also noch gar nicht richtig begonnen hatten, in Politik und Medien bereits die Fragen nach einer Exit-Strategie und einem Exit-Zeitplan aufkamen. Schon drei Tage nach Inkrafttreten der Regeln!
Klar, man kann nie zu früh mit dem Nachdenken beginnen. Aber erst brauchen wir doch eine Zeit, um die Vorsichtsmaßnahmen wirken zu lassen und um die Wirkungen auszuwerten, und keine Schnellschüsse.
Diese Zeit wird noch länger dauern und viele von uns viel kosten: Geduld, (Über)Anstrengung, Langeweile, Angst, Einsamkeit, handfeste Not. 
Exit-Strategie? Ich bin sehr gespannt, wie die dann aussehen kann. Am Ende steht vielleicht ein Impfstoff, ein wirksames Medikament gegen das Corona-Virus. 
Solche Gedanken kommen mir unwillkürlich, wenn ich an Palmsonntag denke. Wieso? Weil Jesus mit großem Brimborium in Jerusalem ankommt. Mit Hosianna und Palmzweigen und so geht es in die Hauptstadt Israels hinein. Unter Beifall auf der einen Seite und, wie er weiß, unter der feindseligen Beobachtung seiner Gegner, für die er Gott lästert und den Frieden unter Rom, den Besitzstand und die Machtbalance mit den einheimischen Autoritäten  in Gefahr bringt. Es wird nur wenige Tage dauern, bis sich der Konflikt tödlich zuspitzt. 
Und wie kommt Jesus da wieder heraus? Die Erwartungen bei seinen Anhängern sind geweckt: Prophet, Messias, Sohn Gottes – was soll da schief gehen? Die Entschlossenheit seiner Gegner zum entscheidenden Schlag gegen ihn steht ebenfalls fest, unwiderruflich. 
Exit-Strategie? Wie kommt Jesus da wieder heraus? Es gibt eigentlich nur zwei Wege, und beide hat Jesus selbst vorher ausgeschlossen: kämpfen (und, mit Gott siegen) oder aufgeben und fliehen. Beides würde bedeuten, sein ganzes bisheriges Reden und Handeln als bedingungslose, grenzenlose Liebe zurückzunehmen. 
Ja, wie kommt Jesus da heraus? Was ist seine Exit-Strategie? Er selbst hat vorher deutlich, aber von seinen Jüngern noch unverstanden und verdrängt, erklärt, was sein Weg sein wird: Er wird verhaftet und gekreuzigt werden. Wie der Prophet es ausdrückt: „Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig …“. 
Schwer zu begreifen, diese Exit-Strategie. Sie bedeutet nicht, dass Jesus ungeschoren herauskommt aus seiner ausweglosen Lage. Nein, er geht hinein und bleibt bei uns in unseren Ausweglosigkeiten – ohne einen anderen Ausweg als: „Aber am dritten Tag wird er auferstehen“. 
Und so wollen wir diese Heilige Woche und dann Ostern feiern, nicht in großer Gottesdienstgemeinschaft, sondern dieses Jahr still, aber mit großem Ernst und Vertrauen. Auch wir werden auferstehen. Nach dem Virus, nach der Quarantäne, nach der großen Not, nach dem Impfstoff, nach der Krankheit, und am Ende auch nach dem Tod. Gottes Exit-Strategie für uns ist Jesus, an dem wir uns festhalten können. 
Pastor Ansgar Steinke

Das aktuelle Miteinander finden Sie hier.