20. Februar 2026;
Winterkino 2026
Ausgesuchte Filme über die Sprache der Musik, die alles vermag, sind in diesem Jahr das Thema des Winterkinos.
Die leisen und die großen Töne
Die Hauptfigur in diesem letzten Film des Winterkinos 2026 ist der erfolgreiche Dirigent Thibaut. Er wird mit einer Leukämie-Erkrankung konfrontiert, die eine Knochenmarkspende erforderlich macht. Dafür kämen vor allem enge Verwandte in Betracht. Allerdings erfährt Thibaut bei dieser Gelegenheit, dass er als Kind adoptiert wurde und seine Mutter und Schwester ihn somit nicht retten können.
Zum Glück lassen sich aber die Umstände seiner Herkunft rekonstruieren, und so sitzt Thibaut bald darauf im Wohnzimmer seines Bruders Jimmy. Der ist einfacher Mitarbeiter in einer Schulkantine. Jimmy fühlt sich vom Anliegen des schnöseligen fremden Mannes überrumpelt, stimmt einer Spende dann aber doch zu. Der kurze Aufenthalt in Paris anlässlich des Eingriffs scheint ihm die Unvereinbarkeit ihrer beiden Welten zu bestätigen; einen weiteren Kontakt müsste es aus Jimmys Sicht nicht geben.
Erst nach diesem Auftakt enthüllt „Die leisen und die großen Töne“ allmählich sein eigentliches Thema. Denn die entfremdeten Brüder kommen einander entgegen ihrer eigenen Annahme doch näher, als sich ihre gemeinsame Leidenschaft für Musik offenbart.
Leicht macht sich der Film den Weg zum herzerwärmenden Moment des Triumphs nicht. Denn im Kern ist der Film ein Drama über eine höchst komplexe Geschwisterbeziehung, auf der die unterschiedlichen Bedingungen des Aufwachsens als Schatten liegen. Für Jimmy, der sich selbst als „ nicht gerade einfach“ beschreibt, ist die Begegnung mit dem weltbekannten Dirigenten-Bruder eine weitere Wunde in seinem als permanentes Scheitern empfundenen Leben. Thibaut hingegen sieht in seinem Bruder eine musikalische Begabung, die der seinen ebenbürtig sein könnte. Er hadert mit seiner Adoptivmutter, die durchaus die Option gehabt hätte, beide Jungen bei sich aufzunehmen.
So gibt es keine wundersamen Entwicklungen, sondern kleine Fortschritte bei den vom Leben gezeichneten Figuren, die sich ihre Würde bei allen Rückschlägen nicht nehmen lassen. „Die leisen und die großen Töne“ ist ein mitreißender Film, der einmal mehr die Macht der Musik feiert.
Diesen letzten Film des Winterkinos 2026 können Sie am Freitag, 20. Februar, in der Liebfrauenkirche sehen. Beginn ist 20.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Das Filmteam freut sich, wenn Sie nach der Vorstellung bei einem kleinen Imbiss noch in der Bücherei verweilen.
Agathe Schüren für das Winterkino-Team
Nächste Kinderkatechese in der Sonntagsmesse in St. Paulus am 22. Februar
Am 22. Februar findet in der Sakristei von St. Paulus während der Sonntagsmesse um 11.15 Uhr wieder eine eigene Kinderkatechese für Kinder im Schulalter statt.
Die nächste Kinderkatechese gibt es weiterhin an jedem zweiten und vierten Sonntag im Monat (außerhalb der Schulferien).