Zeichen setzen

15. September 2021;

Die neue Fahne

Am Regenbogen kommt spätestens seit der Fußball EM kaum jemand mehr vorbei. Er steht weltweit für Aufbruch, Veränderung, Frieden, Toleranz, Akzeptanz und die Vielfalt von Lebensformen. Auch an einigen katholischen Kirchen hängen bereits seit Mitte März Regenbogenfahnen – ausgelöst durch das Verbot aus Rom, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen.

Letztgenannte Aktion war der Anlass für den Pfarrgemeinderat zu überlegen, wie wir auf solche Ereignisse reagieren wollen. Der Wunsch nach Veränderung und Aufbruch, aber auch nach Bewahrung braucht Diskussion und Auseinandersetzung auch unter uns. Ein erstes Ergebnis dieser Überlegungen sind die Fahnen, die jetzt vor unseren Kirchen hängen. Wir verbinden damit folgendes Selbstverständnis unserer Gemeinden:

Das Motiv des Regenbogens geht zurück auf die Botschaft des Alten Testamentes, wo der Bogen für den Bund zwischen Gott und Noah nach der Sintflut steht. Wir haben ihn gewählt als Zeichen dafür, dass der ganzen Schöpfung und allen Menschen auf Erden der Schutz Gottes zugesichert ist.

Die Worte „solidarisch, vielfältig, offen“ stehen für eine Kirche, wie wir sie im Zeichen des Regenbogens verstehen und leben wollen:

Solidarisch mit allen, die ihren Platz in der Gesellschaft und in der Kirche suchen und nicht finden können.

Vielfältig in den Lebensformen der Menschen, die auch von der Kirche Antworten brauchen, die der Komplexität der Gegenwart gewachsen sind. 

Offen für die vielfältigen Begabungen und Berufungen ungeachtet des Geschlechts. Offen für verlässliche Formen der Mitbestimmung, die die Vielfalt der Meinungen widerspiegelt. 

 

Agathe Schüren für den Pfarrgemeinderat Flingern/Düsseltal

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