Katholische Kirche Flingern/Düsseltal
 St. Elisabeth und Vinzenz: Vinzenzplatz 1 • St. Mariä Himmelfahrt (Liebfrauen): Degerstraße 27 • St. Paulus: Paulusplatz 2
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Sakramente

Seelsorgliche Wegbegleitung als Angebot

Das nebenstehende Bild von Paul Klee trägt den Titel "Haupt- und Nebenwege".Stichworte wie Patchworkfamilie, Lebensabschnitts-gefährte machen deutlich, dass es nicht nur im Bild plurale Wege gibt, sondern auch im Leben.Trotz dieser Vielfalt bleiben die Fragen menschlicher Existenz für den Einzelnen bestehen:

  • Wer bin ich?
  • Wo komme ich her?
  • Wo gehe ich hin?

Klee,Paul
Hauptweg und Nebenwege, 1929,90 (R10)
83 x 67 cm
Ölfarbe auf Leinwand auf Keilrahmen; Rahmenleisten
Museum Ludwig, Köln
© VG Bild-Kunst, Bonn 2002

In unserem Pfarrverband möchten wir durch eine Reihe von Angeboten Menschen die Möglichkeit geben, diesen und anderen
Lebensfragen unter christlicher Perspektive nachzugehen und nach Antworten zu suchen.

Neben dem persönlichen Einzelgespräch mit einem Seelsorger, in dem ganz persönliche und individuelle Fragen besprochen werden können, bieten wir auch den Kontakt zu anderen Suchenden. Bibelkreise, Einkehrtage, Vorträge und geistliche Angebote wie z.B. Exerzitien im Alltag geben hierzu Gelegenheit. Alle diese Angebote sollen eine Hilfe für den Einzelnen sein, Gott in seinem Leben zu entdecken.
Ganz besondere Bedeutung kommt dabei den Sakramenten zu, die in enger Zuordnung zur Biographie Punkte besonderer Gottesbegegnung sind.

Die Sakramente - Wegstationen einer Wanderung

Sucht man nach Bildern für das menschliche Leben, so fallen einem immer Bilder ein, die das Leben als Weg beschreiben. Jeder Mensch ist als Wanderer auf seinem Lebensweg unterwegs und muss sich den Anforderungen stellen: den Kurven, den Höhen und Tiefen, guten und schlechten Tagen, Gesundheit und Krankheit.

Die Taufe - der Startpunkt

Fast 80% der Getauften werden im Säuglingsalter getauft. Durch diese Praxis wird sinnenfällig, dass die Taufe das "Start"-Sakrament ist. Normalerweise sagt man ja: "Aller Anfang ist klein." - bei der Taufe ist das nicht so. In der Taufe wird der Täufling in die Gemeinschaft der katholischen Kirche aufgenommen. Er ist mit der Taufe Mitglied einer Pfarrgemeinde und darf auf die Unterstützung und das Gebet vieler Menschen vertrauen.

Fest verlassen darf er sich auf die nicht mehr rückgängig zu machende Zusage Gottes, der sich dem Täufling in der Taufe als Weg und Lebensbegleiter anbietet und ihm ein Leben über den Tod hinaus verheißt: ewiges Leben.

Weil Gott alle Menschen liebt, die Kleinen und die Großen, steht das Taufsakrament nicht nur Säuglingen offen, sondern Menschen in jedem Lebensalter, die ihr Leben mit und durch Gott gestalten wollen.

In unserem Pfarrverband kann die Taufe im Zusammenhang mit einer unserer Sonntagsmessen empfangen werden oder (in aller Regel) am letzten Samstag im Monat in einer eigenen Feier in einer unserer drei Kirchen. Zur Vorbereitung gehören bei uns ein gemeinsames Eltern- und Paten-Gespräch sowie ein Gespräch mit dem taufenden Seelsorger.

Erste Informationen erhalten Sie in unseren Pfarrbüros.

Die Firmung - Bestärkung auf dem Weg

Den Lebensweg zu finden und zu meistern ist keine leichte Aufgabe. Immer wieder gibt es Anfechtungen und Zweifel - auch im Glauben. Gott weiß das und deshalb sendet er im Sakrament der Firmung seinen Heiligen Geist als Stärkung und Bestärkung aus. Gottes Geist entfaltet sich dort, wo ihm ein Mensch im Glauben begegnet. Deshalb hat das Sprechen des Glaubensbekenntnisses in der Firmfeier einen besonderen Stellenwert.

Bei uns im Seelsorgebereich wird das Sakrament der Firmung ca. alle 2 Jahre vom Erzbischof oder einem der Weihbischöfe gespendet. Um sich seines Glaubens zu vergewissern, aber auch um Zweifel und Fragen zu besprechen, findet ein Vorbereitungskurs statt. Nähere Informationen bei unseren Seelsorgern.

Die Eucharistie - Rast in Gemeinschaft

Das Sakrament der Eucharistie wird im Allgemeinen mit dem Wort "Kommunion" bezeichnet. In diesem Wort klingt das lateinische Wort "communio" durch, was soviel wie Gemeinschaft bedeutet. So wie viele Körner ein Brot werden, so möchte Christus unter der Gestalt eines Brotes eins mit uns Menschen werden. In der Feier der Eucharistie wird Christus in den gewandelten Gaben von Brot und Wein gegenwärtig. In der Feier der Eucharistie aktualisiert sich das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gehalten hat, und der Auftrag Jesu: "Tut dies zu meinem Gedächtnis".

Die Kommunion wird im Rahmen der hl. Messe empfangen. Vergleichen Sie bitte dazu unsere Gottesdienstordnung.

Zugleich besteht die Möglichkeit, dass älteren oder kranken Menschen die hl. Kommunion nach Hause gebracht wird. Sollten Sie diesen Wunsch haben, weil sie etwa nicht mehr zur Kirche kommen können, so wenden Sie sich bitte an unsere Seelsorger oder eines unserer Pfarrbüros.

Der erste Empfang der hl. Kommunion (Erstkommunion) wird besonders gefeiert. Alle interessierten Kinder nehmen an einer Vorbereitng teil. Ein Schwerpunkt dieser Vorbereitung ist die regelmäßige Teilnahme an der sonntäglichen Gemeindemesse. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Pastoralreferentin Jessica Lammerse.

Beichte - Umkehr

Bei einer Wanderung ist es wahrscheinlich jedem schon einmal passiert. Mal nicht richtig auf die Karte geschaut, mal falsch gedacht und schon befindet man sich auf einem Weg, der nicht mehr zum Ziel führt.

Auch auf dem Lebens- und Glaubensweg machen wir die Erfahrung, dass manches "schief" geht. Täglich werden wir auf unsere Fehler, Schwächen und Unzulänglichkeiten aufmerksam. In unserer tiefen Sehnsucht nach Zuwendung, Vertrauen und Frieden begegnet uns oft die Erfahrung von Unvollkommenem, von Krieg, Zerstörung, Trauer und Schuld.

Im Bußsakrament will Gott einen neuen Anfang setzen. Im Zuspruch der Vergebung durch Gott erfahren die Beichtenden, dass ihre persönliche Schuld durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi vergeben wird. Diese Erfahrung schenkt Trost und die Ermutigung, durch Versöhnung und das Bemühen um Wiedergutmachung sein Leben neu anzupacken.

Es besteht die Möglichkeit, jederzeit mit einem Priester einen Termin für ein Beichtgespräch zu vereinbaren oder aber am Samstag um 17 Uhr in die Liebfrauenkirche zum Beichtstuhl zu kommen.

Ehe - Gemeinsam geht's besser

Als Mann und Frau hat Gott den Menschen geschaffen. Mann und Frau sind aufeinander verwiesen und füreinander bestimmt. Sie sollen einander Stütze auf dem Lebens- und Glaubensweg sein. Im Eheversprechen sagen sich die Eheleute gegenseitig zu, dass sie einander achten und ehren wollen, sowohl in guten als auch in bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod sie scheidet. So bezeugen sie voreinander, vor ihren Familien und letztlich vor der menschlichen Gesellschaft, die dauerhafte Liebe Gottes zu uns Menschen, die selbst auch noch über den Tod hinaus Bestand hat.

Zur Vorbereitung ihrer Eheschließung wenden Sie sich bitte frühzeitig an eines unserer Pfarrbüros, damit ein Termin für ein Ehevorbereitungsgespräch mit Ihnen vereinbart werden kann.

Krankensalbung - wenn Leben gefährdet ist

Der Lebensweg ist durch verschiedene Stationen gekennzeichnet: Überschäumende Energie in der Jugend, Momente, in denen man meint die Welt aus den Angeln heben zu können, aber auch Schwäche, Krankheit und Tod gehören dazu. Im Sakrament der Krankensalbung scheint auf, dass Gott die Zusage "Ich bin bei euch!" auch angesichts von Krankheit und Tod nicht zurücknimmt. Deshalb ist auch der oft verwendete Begriff "letzte Ölung" missverständlich: Gott ist ein Freund des Lebens und er verheißt dieses Leben auch über Gebrechlichkeit und Krankheit, ja sogar über den Tod hinaus. Die Krankensalbung wird Menschen in ernsthaften Krankheitssituationen gespendet und bei Todesgefahr. Dabei ist es sinnvoll, frühzeitig einen Priester zu rufen. Denn das Sakrament soll bewusst empfangen werden, damit es in Krankheit und Todesgefahr stärken und zur Heilung beitragen kann. Ansprechpartner zur Spendung der Krankensalbung sind die Priester unseres Pfarrverbandes.

Weihe - Ja zur Berufung

Durch die Taufe haben alle Christen Anteil an der Sendung der Kirche. Jeder Christ ist berufen dort wo er im Leben steht, Zeugnis für den Glauben abzulegen. Gott beruft aber auch Menschen in seinen besonderen Dienst: als Bischöfe, Priester und Diakone. In der Weihe erhalten sie den Auftrag und die Vollmacht, auf ihrem weiteren Lebensweg das Evangelium zu verkünden und durch die Spendung der Sakramente, die Nähe Gottes zu den Menschen zu bezeugen. Damit dienen Bischöfe, Priester und Diakone in besonderer Weise der Sendung der ganzen Kirche, Christus, ihrem Gründer treu zu bleiben.

Wer für sich die Frage einer geistlichen Berufung klären möchte, der ist zu einem Gespräch mit einem unserer Seelsorger herzlich willkommen. Das Gespräch kann helfen, Fragen zur eigenen Berufung zu klären

Wer sich daneben für einen Beruf in der Kirche, etwa als Gemeinde - oder Pastoralreferentin und -referent interessiert, wende sich bitte ebenfalls an die Seelsorger.

Weitere Informationen zu Berufen in der Kirche erhalten Sie hier.

Tod

Am Ende des menschlichen Lebens steht der Tod. Für uns Christen ist der Tod jedoch nicht das endgültige Ziel unseres Lebens und nicht das "Aus". Vielmehr haben wir in der Taufe Anteil an einem Leben erhalten, das keine Zeit kennt. Von Gott her ist uns ewiges Leben verheißen.

Ostern feiern wir die Einlösung dieses Versprechens. Durch die Auferstehung seines Sohnes zeigt Gott deutlich, dass die Macht des Todes gebrochen ist. Christus ist der "Erste der Entschlafenen" (1 Kor 15,20); durch die Gemeinschaft mit ihm werden wir folgen.

Trotz dieser Verheißung tun wir recht und gut daran, den Tod eines Menschen zu betrauern. Schmerzlich empfinden wir den Verlust eines Menschen aus unserer Familie, Nachbarschaft, Umgebung. Und dieser Schmerz braucht erst einmal Raum und Zeit, um verarbeitet zu werden. Nicht ohne Grund spricht man schließlich auch von einem "Trauerjahr".

Eine wesentliche Aufgabe der Seelsorge besteht darin, Sterbende und Trauernde zu begleiten. In einem frühen Stadiums des Sterbens ist es möglich zusammen mit dem Sterbenden und dessen Angehörigen die Krankensalbung am Krankenbett zu feiern. Nach dem Tod werden die Seelsorger in der Regel vom Beerdigungsinstitut über den Sterbefall informiert. Ein Seelsorger wird sich dann mit den Angehörigen in Verbindung setzen, um unter anderem die Gestaltung der Beerdigung und der Exequien zu besprechen.